Solarer Ungehorsam

Solarer_Ungehrosam_BannerIm Rahmen des Energieseminarprojekts „Solarer Ungehorsam“ an der Technischen Universität (TU) Berlin wurde im Sommersemester 2014 das Ziel verfolgt, eine Photovoltaik (PV)-Kleinstanlage auf dem Dach eines Berliner Hausprojektes zu planen, zu installieren und zu überwachen. Dabei wurde das viel und heiss diskutierte Prinzip der PV-Guerilla bzw. der Balkonkraftwerke umgesetzt (siehe unten).

Auf dieser Seite können das zusammenfassende wissenschaftliche Poster und die ausführlichere Dokumentation des Projekts heruntergeladen werden.

Das Energieseminar ist dem Fachgebiet für Maschinen- und Energieanlagentechnik der Technischen Universität (TU) Berlin angegliedert und bietet jedes Semester mehrere selbstorganisierte, interdisziplinäre, praktische sowie theoretische Kurse/Projekte an, rund um die erneuerbaren Energien und die Energiepolitik.

Was soll nun solarer Ungehorsam bzw. PV-Guerilla sein?

“[…]Mit Guerilla-Photovoltaik werden PV-Kleinstanlagen bezeichnet, die direkt mit dem privaten Hausnetz verbunden sind und darüber hinaus dem jeweiligen Energieversorger explizit nicht gemeldet werden, sodass folglich kein Einspeisezähler installiert wird. Die Leistungsklasse von Kleinst-PV ist in diesem Zusammenhang zwar nicht einheitlich und genau definiert, laut der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) werden hierunter jedoch Anlagen „von einigen 100 Watt, bis unter 1 kW“ verstanden.

Diese Kleinstanlagen bestehen im Allgemeinen aus bis zu maximal sechs PV-Modulen, einem Wechselrichter und – bei Bedarf – einem kleinen Batteriespeicher. Die Verbindung mit dem Stromnetz des Haushaltes ist dabei sehr einfach gehalten; oft wird sie sogar nur mithilfe eines normalen Steckers über eine Steckdose realisiert. Diese als Plug & Play oder auch Plug & Save bezeichneten Module werden bereits von verschiedenen Firmen wie bspw. Sun Invention, Solar-pac, miniJOULE, und GoGreen Solutions, als installationsfertige Komplett- sets angeboten. Auf dem Balkon oder dem Dach installiert, können solche PV-Kleinstanlagen einen Teil der Tagesgrundlast des Haushaltes decken. Aus diesem Grund und wegen des im Vergleich zu größeren PV-Anlagen geringen Investitionsvolumens stellen PV-Kleinstanlagen somit einen Baustein der bürger*innennahen, dezentralen Energiewende dar.

An dieser Stelle sei abschließend noch erwähnt, dass für den Titel dieses Projektes explizit nicht „Guerilla-PV“, sondern stattdessen „Solarer Ungehorsam“ gewählt wurde. Der Grund liegt darin, dass „Guerilla-PV“ nach Meinung der Projektbeteiligten reißerisch und unpassend klingt. „Guerilla“ impliziert eine bewaffnete Auseinandersetzung, womit das Konzept des sog. „Guerilla-PV“ allerdings überhaupt nichts zu tun hat. Tatsächlich ist der fachgerechte Anschluss von PV-Anlagen ans Netz bisweilen nicht einmal illegal. Somit trifft der Titel „Solarer Ungehorsam“ die Idee dieses Anlagenkonzeptes deutlich besser.” […]

Quelle: Solarer Ungehorsam, Möglichkeiten und Grenzen von PV-Kleinstanlagen zur privaten Stromeinspeisung ins Niederspannungsnetz“, Energieseminar, Technische Universität Berlin, Sommersemester 2014, Interdisziplinäre Projektarbeit.

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